Tiefe Bauchatmung und ihre Vorteile

Beitrag vom 1 November 2012

Bauchatmung und ihre Vorteile

Gehen wir mit unserer Vorstellung einmal in unseren Bauchraum, so finden wir dort alle Stoffwechselorgane, die uns bei unserer Ernährung helfen.

So wichtige Organe wie der Magen (Nahrungsaufnahme und Verdauungsvorgänge), die Leber (Stoffwechselfabrik des Körpers), die Nieren (Entgiftung und Wasserhaushaltsregulation), die Milz (Blutumbauprozesse), die Bauchspeicheldrüse (Verdauungssekrete) oder die Darmschlaufen (Weiterverdauung und Nahrungsabgabe an den Körper, bzw. Abgabe der Stoffwechselrückstände = Kot) sind dort vorzufinden. Und diese Organe erfüllen ihre Aufgaben dank der Durchblutung, die sie mit neuer Energie versorgt oder die von ihnen gewonnenen Energieträger an ihre jeweiligen Bestimmungsorte bringt.

Um optimal zu funktionieren ist es deswegen wichtig, diese Durchblutung sicherzustellen und damit auch die Eigendurchblutung der Organe zu gewährleisten.

Weil es so wichtig ist, betone ich diesen Punkt nochmals: wir haben zwei Blutkreisläufe im Bauchraum, einen vom Darm, der die Nährstoffe zur Leber bringt und einen, der die Gewebsdurchblutung der Organe absichert. Beide sind darauf angewiesen, dass kein zu hoher Druck auf ihnen lastet, sonst wird unser Durchblutungsorgan Nr. 1, das Herz, mit einem zu hohen Auswurfdruck belastet.

Wir kennen solche Situationen alle, haben sie alle schon einmal erlebt. Z. B. wenn wir uns bücken und für das Anheben von schwereren Dingen eine Pressatmung machen, dann kann es sein dass wir einen roten Kopf bekommen. Das Blut wird dabei wegen des erhöhten Drucks zum Teil zum Kopf „umgeleitet“ und belastet die Blutgefäße in demselben. Schlaganfallgefahr!!! Es verändert sich aber auch die Durchblutung der Organe im Bauchraum. Und weil das in kleinem Maße auch bei geringerer Druckveränderung im Bauchraum passiert, ist auch ein überfüllter Bauch eine Bremse für die Durchblutung der Bauchorgane und damit eine Leistungsherabsetzung derselben.

Eine tiefe Bauchatmung hilft uns dagegen, den Druck im Bauchraum zu regulieren und das Zwerchfell (unseren großen Atemmuskel) entspannt zu halten.

Demnächst: Wieso ein empfindlicher „Bauch“ Beschwerden an unserer Halswirbelsäule auslösen kann und was wir dagegen machen können.

 

vonadmin @ 13:11
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Atmung als ein Pfeiler unserer Gesundheit

Beitrag vom 23 September 2012

Atmung ist für unseren Körper etwas Elementares. Ohne die Zufuhr von Sauerstoff geht so gut wie nichts, weder eine langfristige Energiegewinnung, noch ein Denkprozess im Gehirn. Ein gutes Beispiel kann dafür das Müdigkeitsgefühl sein, das uns befällt, wenn wir lange in geschlossenen Räumen arbeiten und bei dem wir, um es zu beheben, die Fenster öffnen oder eine Runde spazieren gehen. Was wollen wir damit erreichen?

Im Grunde sind damit zwei Dinge angesprochen:

a)      Eine Normalisierung des Atemablaufes, der bei angestrengten Arbeiten unter Verspannung kommt und mehr und mehr abflacht und

b)      Eine gezielte Verbesserung der Sauerstoffversorgung, damit der „Kopf wieder klarer“ wird (evtl. auch Behebung von Kopfschmerzen) und unsere Denkprozesse wieder besser ablaufen.

Und genau auf diese Abläufe zielt auch der Waldspaziergang oder die Nordic-Walking-Tour ab. Umso mehr wundert es mich dann, wenn ich im Wald Leute rauchend spazieren gehe sehe. Das vergleiche ich für mich immer mit dem Autofahrer, der beim Gas geben die Handbremse anzieht.

Ähnliches kann man auch bei den Wanderpausen in den Hütten wahrnehmen. Wenn man sieht, welche Portionen so mancher Wanderermagen  zugemutet bekommt, dann wundert man sich höchsten, dass dieser Magen überhaupt noch irgendeine Atmung zuläßt. So ein Bauch kann doch gar nicht anders als „autsch“ sagen, wenn noch zusätzlicher Atemdruck auf ihn einwirkt. Und die Reaktion des Körpers, der eine Störung seiner Abläufe vermeiden will, ist einfach ein Ausweichen auf die Brustatmung – eine Verringerung des Druckgefühls auf den Magen. Danke, kann man da nur sagen.

Was wollten wir nochmal erreichen? Eine Atemvertiefung (Verringerung von Atembeschwerden)? Mehr Sauerstoffaufnahme? Mehr Vitalität? Sind wir dabei nicht doch mit angezogener Handbremse losgefahren?

Im nächsten Blogartikel gehe ich auf die Vorteile der tiefen Bauchatmung ein und welche gesundheitlichen Aspekte daraus resultieren.

vonadmin @ 13:11
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Bewegung – Ernährung – Entspannung, Gesundheit

Beitrag vom 16 August 2012

Wie wichtig eine gute Ernährung ist, ist eine allgemein unterschätzte Facette unserer Gesundheit.

Nicht nur, dass wir über das Essen all die Mineralien, Spurenelemente und Vitamine bekommen sollten, die wir für ein gesundes Leben benötigen, nein, auch die mechanische Seite wird von diesem Aspekt stark beeinflusst.

Je mehr wir essen und je schwerer es zu verdauen ist, umso mehr beeinflusst es unseren Alltag. Die Verdauung dauert länger, der Magen bleibt länger gefüllt oder der Darm bläht sich durch die Gasebildung bei Vergärungsprozessen mehr auf als normalerweise.

Der dabei entstehende „Innendruck“ bremst so wichtige Funktionen wie die Atmung und das Herz- Kreislaufsystem. Außerdem kann der entstandene Überdruck u. a. das vegetative Nervensystem und den Blutdruck beeinflussen.

Wie das vonstattengeht, darauf gehe ich in den nächsten Blog-Artikeln ein.

vonadmin @ 20:28
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Gesundheit – Sport – Ernährung, ein Thema für alle oder nur für Spitzensportler?

Beitrag vom 30 Mai 2012

In der Osteopathie kennen wir den Satz „leben heißt bewegen“. Was wir damit meinen ist der Allgemeinzustand unseres Körpers. Sind die Organe gesund, dann haben sie nicht nur eine Eigenbewegung, sondern auch eine bestimmte Bewegungsfähigkeit zu ihrem Umfeld. Diese zu erhalten oder wieder herzustellen, ist das Ziel einer Behandlung. Nur mit dieser Bewegungsfähigkeit bleiben wir gesund.

Ein Motor dafür ist unsere Körperbewegung, z.B. wie viel wir gehen, laufen, Rad fahren, schwimmen, aber auch wie viel Gymnastik wir machen oder wie wir entspannen können – unseren Körper aus Verspannungen herausführen (nicht wie viel wir sitzen).

Es ist nicht nur entscheidend, dass wir uns im Verhältnis zu unserer Umwelt bewegen, sondern auch, dass wir uns auf unseren Mikrokosmos bezogen bewegen. Damit kann eine tiefe Atembewegung genauso angesprochen sein wie eine „Muskelpumpe“, die uns hilft, das Blut zum Herzen zurück zu transportieren.

Bewegen ist demnach eine entscheidende Stufe zu einem gesunden Leben. Und eine der leichtesten Formen des natürlichen Bewegens finden wir im Wandern oder Nordic Walking.

Hier kommen die körperliche Bewegung zu unserer Umgebung und die Bewegung in unserem Körper in hervorragender Weise zusammen. Die Organpumpen, die Atmung, der Blutkreislauf, die Verdauung, die Regeneration unseres Nervensystems (raus aus dem „burn out“), all dies greift hier Hand in Hand und führt zu einer Regulation, die dem natürlichen Bedürfnis an Bewegung entgegenkommt.

U n d w a n n l a u f e n S i e ???

(Zum Thema Ernährung in meinem nächsten Blog-Artikel.)

vonadmin @ 19:34
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Entscheiden Sie selbst!

Beitrag vom 9 Mai 2012

Entscheiden Sie selbst!

Neue, bislang mir unbekannte Faktoren, scheinen die kleine Welt des Nordic Walking zu erschüttern. Was über Jahre hinweg als gut und richtig galt wird nach und nach schlecht – ja sogar gefährlich. Aber entscheiden Sie selbst!

In Kursen namhafter Anbieter wird „festgestellt“, daß in den letzten Jahren vermehrt Schulterverletzungen im Zusammenhang mit Nordic Walking auftritt. – Wundert uns das?

Die Antwort kann nur n e i n lauten.

Wie in dem ersten Artikel schon erwähnt, ist alles was wir machen, was Bewegung erfordert, auch mit einer Ausführungstechnik in Verbindung zu bringen. Glauben wir aber, dies alles von Geburt aus zu können, dann müssen wir auch alle Veränderungen selbst erleben, erfahren – im Guten wie im Bösen.

Stellen Sie sich nur vor, Sie seien in einer Gruppe von Leuten auf einer einsamen Insel gestrandet, in einer Ihnen völlig fremden Vegetation. Sie können sich nur durch die natürlich vorkommenden Ressourcen ernähren – oder verhungern. Da würde man doch schon gerne wissen, was giftig und was genießbar ist. Das Leben wird es zeigen. Natürlich würden einige sterben, die anderen aber lernten zu überleben.

So ist es auch beim Nordic Walking – nur nicht so gravierend.

Einige machten es richtig, andere überlasteten. Die einen fühlten sich „freier“, haben Spaß an der Bewegung, die anderen hätten Überlastungszeichen, Schmerzen durch Fehlbelastungen usw. (learning by doing). Nur hier hätten Sie die Möglichkeit dies zu vermeiden – lassen Sie sich Nordic Walking in einem Kurs oder in Einzelstunden zeigen, erklären.

Lernen Sie die Bewegung zu verstehen, begreifen Sie, wie Sie Beschwerden mittels richtiger Technik wieder auflösen können.

In unseren Körpern sind Schmerzen zumeist mit Spannungen verbunden und die mit Muskelverspannungen. Das hat seinen guten Grund. Der Körper möchte Verletzungsmechanismen, bzw. Verletzungen,die eine mögliche Gefahr für ihn darstellen, vermeiden. Aus diesem Grund bildet er Schutzspannungen aus, die seine Strukturen schützen sollen. Nur sind die eigentlichen Gründe für diese Schutzspannungen oft in der Vergangenheit zu suchen, nämlich alte Verletzungen, alte Bewegungsbremsen. Diese müssen heute nicht mehr aktuell sein, die Schutzspannungen hat der Körper aber noch behalten, und die gilt es nun abzubauen, abzubauen über sinnvolle Belastungsanforderungen und nicht mit Überlastungen, die neue Verletzungen bedingen.

Und deswegen ist es sinnvoll sich neues erklären, zeigen zu lassen. Falsch gesetzte Selbsteinschätzung ist letztendlich kein Beweis dafür, daß eine Idee, eine Sache schlecht ist, sondern daß man sie falsch angegangen hat.

Wer kennt nicht das Bild, wenn man am Ziel ist, tief einzuatmen und den Atem wieder ausströmen zu lassen, das Gefühl zu haben, unendlich frei zu sein. Erarbeiten auch Sie es sich, fernab vom Stress, in der freien Natur, vielleicht im Wald, eventuell beim Nordic Walking. Lernen Sie zu leben.

vonadmin @ 20:52
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Nordic Walking …Sport?…Hobby?…Trend?… was steckt dahinter?… wie können wir es verstehen?

Beitrag vom 24 April 2012

Das Schöne am Nordic Walking ist seine Flexibilität. Wir können es so einsetzen, wie es für uns optimal sein kann. Natürlich müssen wir dazu wissen, wo wir uns selbst im sportlichen Leistungsbereich einordnen können oder wollen.

Verstehen wir uns als „Leistungssportler“ oder als „Freizeitläufer“? Möchten wir unsere Kondition und Ausdauer verbessern oder „nur“ bei entspanntem Laufen im Wald (Freier Natur) zu uns selbst finden, den Stress abschütteln und unserer  Muskulatur etwas Freilauf gönnen?

Egal wie wir es sehen, wir sollten es uns zum Grundsatz machen, dass das, was wir anstreben, durch eine möglichst korrekte Bewegungsabfolge erreicht werden kann.

Bei unseren Touren durch den Pfälzer Wald begegnen uns öfter „Läufer“, die den Eindruck erwecken, sie hätten sich die Stöcke beim Discounter geholt und wären direkt danach zum Nordic Walking aufgebrochen. Bitte tun Sie sich das nicht an. Jeder Sport kann positiven Nutzen für Sie haben, kann Ihnen aber auch schaden. Denken Sie nur an die einzelnen Bewegungsabläufe; falsch ausgeführt, können sie verstärkte Abnützung bedeuten, und das kann man öfter erst nach Jahren spüren. Aber selbst wenn keine „Schäden“ ausgelöst werden, kann die verlorene Zeit, das wochenlange Laufen ohne Fortschritt frustrieren und viele Freizeitsportler von diesem positiven Gedanken weg in eine Passivität bringen.

Wie und was Sie beim Nordic Walking erreichen können soll in den nächsten Monaten Thema dieses Blogs sein. Vergessen Sie aber bitte nicht: Alle Theorie und gute Ratschläge können Ihnen nicht den eigentlichen Nordic Walking-Kurs ersetzen. Nur in der Praxis erfahren Sie auch die notwendige Korrektur, und richtiges Nordic-Walken bringt Ihnen mehr Spaß, Spaß an der Bewegung und das Gefühl, sich freier zu bewegen.

vonadmin @ 17:05
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